Profisportler und Startups – Investieren in die Zeit nach der Karriere

By 12. November 2019 November 14th, 2019 Startups

Verletzung als Auslöser

Vor einiger Zeit sprach Tennisstar Andy Murray in einem Interview mit dem Forbes Magazin darüber, dass er sich während seiner Verletzung vermehrt Gedanken über die Zeit nach seiner Karriere machte. In dieser Phase intensivierte er seine Aktivitäten als Investor in Startups und fokussierte sich besonders auf Bereiche die ihn persönlich interessierten – wie Gesundheit und Wohlbefinden oder Ernährung (…und Hunde).

In einer ähnlichen Phase seiner Karriere begann auch der amerikanische Basketballstar Kevin Durant damit, sein Engagement in Startups auszuweiten. Die beiden Beispiele sind nur 2 in einem sich verstärkenden Trend unter Profisportlern, der sich von Amerika über England nun auch nach Deutschland ausweitet.

Vorteile für Profisportler

Dabei ist es für Profisportler sinnvoll, sich auch schon vor einer erzwungenen Verletzungspause darüber Gedanken zu machen, ob sich die Beschäftigung mit Startups nicht lohnt. Neben der möglichen zweiten Karriere hat dies diverse weitere Vorteile:

  • Der Sportler setzt seine „Marke“ für ein Unternehmen oder ein Produkt ein, mit dem er eine persönliche Verbindung hat – im Gegensatz zu einem klassischen Werbe-Deal, bei dem er Prinzip nur seine Bekanntheit gegen Geld tauscht.
  • Mit einem Investment kann der Sportler seine Bekanntheit für sein eigenes Unternehmen nutzen – und nicht für ein „fremdes“ Unternehmen. Ein Beispiel dafür ist u.a. Fußballer Jerome Boateng, der seine 6 Millionen Follower auf Instagram u.a. zur Vermarktung seiner eigenen Brillen-Kollektion und seines eigenen Magazins nutzt.
  • Der Kontakt zu innovativen Gründern ist inspirierend und bringt eine ganz neue Qualität in die häufig bleierne Zeit zwischen Wettbewerb und Trainingsplatz.
  • Man hat Gelegenheit, sich mit Gleichgesinnten über Themen außerhalb des eigenen Sports auszutauschen und so seinen Horizont zu erweitern.
  • Der Einzelne kann seine Erfahrung als Leistungssportler einbringen und erfährt so auch eine ganz neue Wertschätzung zusätzlich zu seiner Leistung auf dem Platz.

Herausforderung: Zugang zu Startups und ihre Bewertung

Weshalb sich Sportler häufig erst dann mit diesem Themen beschäftigen, hat seinen Grund unter anderem darin, dass es sehr zeitaufwändig ist, Startups zu finden und zu bewerten. Einige – wie z.B. Andy Murray – verlassen sich dabei auf Ihre Berater oder experimentieren mit kleineren Summen, die sie über diverse Crowdfunding Plattformen investieren.

Tatsache ist, dass das Finden, Selektieren und Bewerten von Startups vor allen Dingen Erfahrung in diesem speziellen Bereich erfordert. Bei Venture League (www.venture-league.com) durchlaufen zum Beispiel im Jahr ca. 1.000 Startups den speziell entwickelten Screening-Prozess. Erst danach werden die Startups den angeschlossenen Investoren auf der eigenen Webseite präsentiert.